Am Boden

Heute ist Dein Geburtstag.
Ich hatte kleine Geschenke zusammengestellt. Dinge, von denen ich hoffte, dass sie Dich erfreuen.

Doch seit einer Woche ist klar: Du hast den Kontakt zu mir abgebrochen. Auf allen Kanälen, wie ich heute merkte, als ich Dir zumindest telefonisch gratulieren wollte.

Das schmerzt sehr. Aber es war absehbar. Seit zwei Monaten spürte ich, wie sich an Deiner Art mit mir zu kommunizieren etwas änderte. Vor einem Monat bestätigtest Du mir, dass ich Dir zu mühsam werde. Aber Du machtest mir immer wieder Hoffnung. Oder redete ich mir das nur ein?

Die Aussagen zu unseren geplanten Treffen wurden immer unbestimmter. Ja, Du bist beruflich sehr eingebunden. Aber Du hast nichts mehr konkret erzählt. Und immer gesagt, Du müsstest „nachschauen“, wann wir uns treffen könnten. Zum „an die Bienen gehen“, zum Treffen in der Wohnung, zum kurzen Kaffeetreffen. Immer konntest oder wolltest Du nicht sagen, wann das sein wird.

Als wir Montag vor einer Woche früh am Morgen schrieben, klangst Du so fröhlich, so voller Freude, dass wir miteinander etwas unternehmen.
Zwei Stunden später spülte die  „moderne Technik“ mir die Nachricht aufs Handy, dass Du dort seist, wo ich Dich nicht gerne sehe…

Ich fühlte mich hintergangen und verletzt und schickte Dir meinen inneren Monolog. Du antwortetest, dass Du mir nicht folgen könntest und ich schrieb Dir, dass ich wisse, wo Du gerade im Moment bist. Nahe bei mir und doch ferner, als mir lieb sein könnte…

Deine Antwort war scharf formuliert, aber Du stelltest dar, dass es für Dich Zwänge gäbe, dort zu sein, wo ich Dich so ungern sah. Und dass das nichts mit unseren Dingen zu tun hat und ich das trennen müsse.

Ja, ich hätte, wie so oft in den letzten Wochen, meinen Schmerz und meine Verletzungen still ertragen sollen, in der Hoffnung darauf, dass wir uns „bald wieder sähen“. Aber ich schrieb Dir, dass ich mich verletzt und hintergangen fühlte, weil wir vor wenigen Stunden kommunizierten und Du mich im Unklaren ließest. Und dass ich verunsichert und irritiert sei, weil Du nicht offen mit mir kommunizierst. Und ich sprach meinen Wunsch nach Klarheit und offenem Gespräch an. Und dass ich Dir die Hände reiche, damit wir gemeinsam einen Weg aus dem Dilemma fänden.

Dann war erst mal ein paar Stunden Ruhe, Du warst zu beschäftigt. Nachdem Du von dort nach Hause gefahren warst, hast Du meine Nachrichten gelesen.

Du kapptest die Verbindungen zu mir Sofort. Auf allen Kanälen. Wirklich auf allen, wie ich heute bemerkte…

Und jetzt weiß ich nicht, was werden wird. Ich fühle mich schlecht. Sehr schlecht.
Es ist zu früh für ein Resümee, aber eines spüre ich gerade extrem:

Amelie, mein Herz sehnt sich nach Dir!

Hier meine SMS, die ich Dir heute Nacht schickte, und die nie ankam…


Hey meine liebe Amelie! Zu Deinem Geburtstag wünsche ich Dir alles erdenklich Gute! Gesundheit, Glück und Liebe! Mögen Dir echte Freunde begegnen. Halte sie in Deinem Leben… Ich wünsche Dir alles Glück dieser Welt, genügend Geld zum gut leben und Ruhe und Ausgeglichenheit und inneren Frieden! Liebste Amelie, für mich bist Du der großartigste Mensch, den man sich wünschen kann. Ich hab Dich lieb! Voller guter Gedanken umarme und küsse ich Dich. Lass Dich feiern und verwöhnen und lass es richtig knallen zum WGT! Lass es Dir gut gehen! Raphael, der Dich noch immer verehrt. So, wie Du bist! ❤ ❤ ❤

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