Hinter Glas

Für Amelie

Ich weiß nicht, wie ich ausdrücken kann, was im Moment geschieht.

Ich fühle mich wie eine Pflanze. Genügsam. Zäh. Geduldsam.
Eine Pflanze, die nur hin und wieder ein wenig Wasser braucht. Ein wenig Pflege. Ein wenig Zuwendung. Ein wenig Trost. Die Trockenzeiten überstehen kann, dann aber langsamer gedeiht, immer kahler wird und weniger schön anzuschauen ist.
Die aber trotzdem auch in Dürrezeiten weiter wächst und Blüten bildet. Zwar wenige und kleine, aber wenn man diese Blüten aufmerksam betrachtet, steckt da sehr viel Schönheit drin, an der sich der Betrachter erfreuen kann. Wenn er sie entdeckt. Wenn er mit offenen Augen und offenem Herzen an diese Pflanze herantritt und ihr „begegnet“.

Eingehen wird die Pflanze, wenn man sie hinter Glas stellt. So dass es keinen wirklichen Kontakt mehr gibt…
Dann geht sie langsam zu Grunde.

Ich merke, wie sich eine Glasscheibe zwischen mich und Dich schiebt.

Du fehlst!

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