Die Geschichte geht weiter

Wenn Du Sonntagmorgen gegen 6 Uhr munter wirst, weil Du um 5.50 Uhr eine Nachricht von IHR bekommen hast, dann muss es eine gute sein!

Es war eine gute Nachricht!

Amelie und Raphael’s Geschichte geht weiter.

Ich hoffe, gut…

Wünsch einen schönen Sonntag.

Nach 48 Stunden nervlichem Ausnahmezustand werde ich mich bemühen, das Seil und den Füßen wieder zu spüren, und weiter Schritt für Schritt zu gehen.

Mein Herz ist leicht. Der Balance tut dies sicher gut… Dankbarkeit erfüllt mich.

Zwei Tage in der Abwärtsspirale. Ich bin glücklich, dass ich immer wieder mal den Blick von Außen auf die Situation gefunden habe. Glück kann so unspektakulär daher kommen.😉

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Abwärtsspirale

Wie sehr ich dieses Gefühl hasse: Ich balanciere, der Abgrund schreckt mich nicht. Immer Schritt für Schritt. Egal woher der Wind weht.

Dann begegnest Du dem Menschen wieder, dem Du Dein aktuelles Leben schon einige Monate unterordnest, weil während der Zeit in der man sich nicht sehen konnte auch die Kommunikation gegen Null ging. Und die Du doch vermisstest, wie keinen Menschen vorher. Bis zu der Mitteilung, die Dich aus der Bahn warf. Die Dich tief berührte, Zweifel in Dir auslöste und die Dein „altes Leben“ in Frage stellte. Und mit der Du ganz alleine klar kommen musstest, weil kein Treffen, kein Gespräch mit ihr zustande kam. Anderen wolltest Du Dich nicht anvertrauen…

Nun, nach zwei kurzen Begegnungen voller Glück, diese Nachricht. „Aber ich war doch ein wenig enttäuscht über die Wertschätzung meiner Person…“ Sie empfindet, dass ich sie nicht wertschätze. Ausgerechnet ich, der sich Monate vor Sehnsucht verzehrte, der sein Leben ein stückweit schleifen ließ, als keine Begegnung möglich oder gewollt war, der, der mit Worten und mit Bildern auf die Entfernung versuchte, in ihrer Nähe zu bleiben, sie nicht zu verlieren. Der versuchte sie zu verstehen und immer noch versucht…

Aber es sind unterschiedliche Sichten auf „die Beziehung“, unterschiedliche Ausgangspositionen, unterschiedliche Auffassungen über das was war und ist und sein wird.

Mein Gefühl hat getrogen und ich bin voller Illusionen los gelaufen auf dem Seil überm Abgrund. Jetzt kam der Stoß, zu einem Zeitpunkt, an dem ich mich wieder begann sicher zu fühlen, sich Gedanken sortierten und mein Leben wieder Spaß zu machen begann. Tja, immer wenn Du denkst, es geht voran…

Ich weiß, dass sie nicht Schuld ist an dem Dilemma. Vielmehr waren es meine Gedanken, die uns an diesen Punkt geführt haben. Und ich allein muss meine Gedanken neu ausrichten. Entweder beginne ich, die Realität zu akzeptieren und fange mich, oder ich stürze. Und dann zu hoffen, dass sie mir das Sprungtuch gespannt hält, dafür fehlt mir im Moment die Fantasie.

Tja, ist das jetzt ein „Jammerbeitrag“? Ich denke nicht. Aber meine Gefühle überfordern mich im Moment. Was ich keinesfalls missen möchte sind Amelie’s himmlische Küsse und ihre Nähe. Die Vorstellung all das nicht mehr zu haben, lässt mich innerlich heiß/kalt erschaudern. Ziemlich verrückt…

Gerade kam die Post und brachte mir meinen bestellten Gedichtband von Hilde Domin: „Nur eine Rose als Stütze“. Darin Worte und Texte, die mir Mut machen. Vielleicht falle ich ja gar nicht…?

Ich setzte den Fuß in die Luft,

und sie trug.

Wenn Illusion auf Realität trifft

Wie immer Morgens gilt mein erster Blick nach dem Aufstehen meinem Handy. Auch wenn das die letzten Wochen morgens ohne das ersehnte Blinken da lag, weil Sie mir nicht geschrieben hat. Heute blinkte das Benachrichtigungslämpchen. Freude!

Verschlafen also WhatsApp geöffnet, ein langer Text von Ihr. Schnell die Brille gesucht und voller Spannung ans lesen…

Doch was ich da las, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Ich lasse jetzt mal den ganzen Kontext weg, weil das ein völlig anderer Erzählstrang wäre, aber dort stand sinngemäß, dass sie sich von mir nicht gewertschätzt fühlte… Das tat weh, weil die letzten 12 Monate gab es glaube ich keinen Menschen, den ich mehr wertgeschätzt hätte, als sie, Amelie…

Und es stand da etwas, was all meine Illusionen platzen ließ, wie eine dieser wunderschönen, riesengroßen, bunt in der Sonne schillernden Seifenblasen.

Vielleicht hätte ich besser einen anderen Weg für meine großen Gefühle nehmen sollen?

Ich wusste von Anfang an, dass mir mein Weg nur ein Zerrbild der erhofften Wirklichkeit hat aufzeigen können.

Und mitten in dieser Wirklichkeit bin ich jetzt gelandet!

Verrückt ist nur das, was ich trotz allem für Amelie empfinde: Eine riesengroße, nicht enden wollende Verbundenheit. Ich fühle mich ihr nah, wie eh und je. Und ich hab sie unendlich lieb.

Ich hoffe, wir finden gemeinsam einen gangbaren Weg aus dem Dilemma. Ich möchte gern, dass unsere Geschichte weiter geht…

Küsse die süchtig machen

Eine Woche Sehnsucht. Komisch, die letzten vier Monate waren eine halbe Ewigkeit, da sollte eine Woche Abstinenz von Amelie doch machbar sein… Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Umso schöner, wenn die Zeit des Wiedersehens näher und näher rückt.

Ich warte dort, wo wir uns treffen wollen. Plötzlich ein „Bing“ im Handy. Nachricht von Amelie. Oh nein, jetzt bitte keine kurzfristige Absage… Nein, zum Glück nur die Info, dass es bei ihr etwas später wird. Puh – langsam wieder runterfahren.

Dann kommt sie die Straße entlang gelaufen. Der gleißenden Sonnenschein lässt sie mir noch schöner erscheinen. Hach! Ich weiß, dass unsere heutige gemeinsame Zeit knapp bemessen sein wird. Mein Kopf wälzt schon wieder all das, was ich mir anders wünschen würde. Blöde Kombination: eng begrenztes Zeitbudget und rasendem Gedankenkarussell.

Zeitsprung. Zwanzig Minuten später stehen wir uns gegenüber. Halbnackt. Meine Hände gleiten über ihren Körper. Jedesmal aufs neue elektrisiert mich das. Streicheln, tasten, liebkosen. Ihr Gesicht in meinen Händen. Ich streichel ihr das dunkle, lange Haare aus dem Gesicht, versinke in ihren dunklen Augen. Meine Finger wandern über ihre Wangen, ihren Hals. Ich spiele mit ihren Ohren. Unsere Lippen nähern sich an. Der erste sanfte Kontakt. Wie ich mich jedesmal wieder auf diesen Moment freue! Weiche, warme Lippen. Meine necken ihre. Ihr leicht geöffneter Mund wartet. Zungen berühren sich, leicht, flüchtig, dann immer heftiger. Aus dem ersten sanften Treffen der Lippen wird ein heftiges geknutsche. Wie ich das liebe! Wie ich mich immer wieder freue, die sich beim Küssen immer stärker fließenden Energien unsere Körper gegenseitig anziehend machen.

Wir landen auf dem Bett. Wild knutschend wandern meine Hände hinunter zwischen ihre Beine. Ihr Körper bäumt sich bei der ersten Berührung schon auf, jetzt gibt es kein Halten mehr…

Eigentlich schade, dass die Zeit umso schneller vergeht, je gefühlvoller unser Zusammensein ist. Und traurig, weil nicht klar ist, wenn wir uns wieder sehen können. Das muss sie mir angesehen haben, weil Amelie schaute mich beim Abschied an und sagte: „Lächle!“

Voller guter Gefühle habe ich das Treffen innerlich nachklingen lassen.

Ich schrieb ihr folgende Nachricht:

Lächle!

Ein Lächeln, das ich in mir trage, wenn ich Dich loslassen muss.
Zum Gehen.
Man sieht es nicht.
Doch die Zeit mit Dir hat mich mit Lächeln gefüllt.
Für Stunden. Für Tage!
Dankbarkeit ist die große Schwester des Lächelns.
Ich hoffe, Du kannst meine spüren.
Auch wenn Du das Lächeln nicht siehst, es ist in mir. So, wie meine Dankbarkeit!
Ich bin froh, dass es Dich gibt, liebe Amelie!
Und hoffe, dass Du mein Lächeln noch lange aufladen magst…

Voller guter Gefühle ☺️ Dein Raphael

Kopfsalat

Der Kopf ist voll, Gedankenketten drehen ihre Runden und mir schwant, dass meine Affäre mit Amelie zu Ende gehen wird. Oder in dieser Form gar nicht existierte. Oder aber, dass meine Wünsche und Erwartungen und die Realität nie deckungsgleich waren… So, oder so: Ich bin traurig!

Am letzten Freitag wäre ein Treffen möglich gewesen – von ihrer Seite. Endlich! Nach über vier sehnsuchsvollen Monaten. Nur dass ich vorher kommuniziert hatte, dass ich jeden Tag der Woche ein Treffen hätte möglich machen können. Außer Freitag… Aber ich wusste, dass sie auf ihre Kosten kommen würde. Auch ohne mich. Doch genau dieses Wissen machte mich wuschig und verdarb mir den Tag, der ein entspannter hätte werden sollen – ein freier gemeinsamer Tag mit meiner Frau.

Es wurde der geplante Thermentag mit meiner Frau. Ich hatte es meiner Frau versprochen, weil ich Anfang Juli unseren Kurzurlaub in Franken unter fadenscheinigen Begründungen abgebrochen habe. Weil mir Amelie ein Treffen in Aussicht gestellt hatte – was dann, wie so oft, nicht stattfand… Aber so sehr ich versuchte abzuschalten und zu entspannen es gelang nicht. In Gedanken war ich bei Amelie.

Verrückt, was in einem verliebten Menschen vor sich geht!

Jahrestage

ginkgo_text_amy.jpgEin Jahr, 365 Tage, eine kleine Ewigkeit…

Vor ziemlich genau einem Jahr ist SIE in mein Leben getreten und hat mich und mein Leben seit dem verändert: Amelie — die Frau, die ich neben meiner Ehefrau in mein Leben gelassen habe.

Es ist die Geschichte einer „Fremdliebe“, die mir durch Zufall begegnet ist, die mich als Frau und als Mensch fasziniert. Sie ist eigensinnig, freiheitsliebend, selbstbewusst und immer darauf bedacht, selbstbestimmt zu leben.

Amelie ist eine wunderschöne Frau, Mitte 40, die wie um die 30 wirkt. Dunkelhaarig, mit ganz toller Figur. Wenn irgendjemand die Aktbilder von Egon Schiele kennt: lege diese Frau nackt in zerwühlte Bettwäsche, lass das Licht in ihren schwarzen Haaren spielen, sanft ihr wunderbar geschnittenes Gesicht streifen, ihre tollen Brüste und ihre geschwungenen Hüften betonend tiefer auf ihre glattrasierte bilderbuchartige Scham fallen… Hach! Ein ins Heute transferiert Traum…

Ich wünsche mir mit dieser Frau eine innige Beziehung, eine Affäre, eine ehrliche Freundschaft und eine nie endende Liebe!

Leider haben sich in diesem Jahr intensivstes körperliches Zusammensein mit den großartigsten Küssen meines Lebens, ekstatische Liebe, eine Nähe, die ich während meiner über 30jährigen Ehe nicht erlebt habe mit monatelangem Fernbleiben mit wenigen Whatappachrichten abgewechselt…

Alles in Allem fühlt sich unser „Verhältnis“ im Moment eher zu Ende gehenden denn wachsend und gedeihen an, aber trotz allem bleibt es spannend, weil ich es unglaublich wertvoll finde. Mal schauen!

Aber egal wie, dieses eine Jahr schreit regelrecht nach schriftlicher Aufarbeitung…