Zweifel

Seit zwei Tagen kaum geschlafen. Nach einem Wochenende voller positiver Anstrengung und voller Aktivitäten. Viele schöne Momente. Freunde getroffen, Ostersonntag mit meiner Familie gebruncht. Am Enkel erfreut. Eigentlich geht’s mir doch gut.

Ich weiß, dass Du an den Feiertagen arbeiten musstest. 12-Stunden-Schichten. Mit viel Action… Wir schreiben uns. Sonntag ist alles halbwegs ruhig bei Dir. Ich sollte mich auf meine Familie konzentrieren. Gelingt mir nicht wirklich gut.

Abends bei Freunden am Feuer das selbe Spiel. Meine Gedanken schweifen ständig ab: Zu Dir!

Ostermontag. Das bisherige Wochenende war schön, aber hat geschlaucht. Mein Körper verlangt nach Ruhe. Mein Herz verlangt nach Dir!
Geht nicht, Du antwortest nicht mal. Mittags dann ein Lebenszeichen. Du bist im absoluten Stress, antwortest kurz, aber Du beteiligst mich mit diesen kurzen Meldungen an Deinem Tag. Ich kann mich mit Dir verbinden. Erlebe, wie Dich Dein Dienst fordert.

Abends, nach Feierabend schreibe ich Dir, dass ich Dir jetzt besser Deine verdiente Feierabendruhe lassen werde und mich am nächsten Tag melden werde. Du schickst dankbar ein „OK“. Ich finde in der Nacht keine Ruhe. Träume von Dir. Aber ziemlich Belastendes…
Dienstag Morgen laufe ich meine tägliche Runde. Das Geträumte geht mir nicht aus dem Kopf. Aber das Wetter ist schön, der Frühling malt wunderbare Bilder. Ich sehe und fotografiere. Nehme die schönen, kleinen Dinge in mir auf. Ich spüre, ich muss an mir arbeiten, damit ich Boden unter den Füßen behalte.

Nach meiner Runde setze ich mich hin und formulieren schöne Worte. An Dich. Für Dich. Ich ahne, dass Du den Tag verschlafen wirst. Ist okay, aus unserem letzten Treffen habe ich Sicherheit gewonnen. Es hat alles seinen Grund, wenn Du Dich nicht meldest. Es liegt nicht an mir..

Der Tag vergeht. Irgendwann am Abend liest Du die Nachricht. Ich schau fern, gehe dann ins Bett. Weiß, dass ich Morgens Antwort haben werde.
Der Schlaf ist ein flüchtiger Geselle. Nach einem Albtraum werde ich wach. Wieder von Dir geträumt, wieder schlecht. Die Stunden vergehen im unruhigen Schlaf/Wach-Wechsel.
Was ich träume, kann eigentlich nicht sein. Du sagtest mir, dass Du den Ort meines jetzigen Albtraums nicht mehr aufsuchen würdest. Und das war ja auch die letzten Wochen der Fall.
Trotzdem schau ich am frühen Morgen auf die Internetseite, lese das Gästebuch…
Dort schwafelt ein Typ, der nicht mal einen vollständigen, geraden Satz schreiben kann, vom BDSM.
Und dann steht dort als Antwort eine Empfehlung, ein Datum und ein Name.
Dein Name.

Ich habe Angst um Dich! Und auf einmal ergeben meine Albträume der letzten zwei Nächte einen Sinn…

Wie weiter? Was soll ich tun? Was kann ich tun?

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