Küsse die süchtig machen

Eine Woche Sehnsucht. Komisch, die letzten vier Monate waren eine halbe Ewigkeit, da sollte eine Woche Abstinenz von Amelie doch machbar sein… Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Umso schöner, wenn die Zeit des Wiedersehens näher und näher rückt.

Ich warte dort, wo wir uns treffen wollen. Plötzlich ein „Bing“ im Handy. Nachricht von Amelie. Oh nein, jetzt bitte keine kurzfristige Absage… Nein, zum Glück nur die Info, dass es bei ihr etwas später wird. Puh – langsam wieder runterfahren.

Dann kommt sie die Straße entlang gelaufen. Der gleißenden Sonnenschein lässt sie mir noch schöner erscheinen. Hach! Ich weiß, dass unsere heutige gemeinsame Zeit knapp bemessen sein wird. Mein Kopf wälzt schon wieder all das, was ich mir anders wünschen würde. Blöde Kombination: eng begrenztes Zeitbudget und rasendem Gedankenkarussell.

Zeitsprung. Zwanzig Minuten später stehen wir uns gegenüber. Halbnackt. Meine Hände gleiten über ihren Körper. Jedesmal aufs neue elektrisiert mich das. Streicheln, tasten, liebkosen. Ihr Gesicht in meinen Händen. Ich streichel ihr das dunkle, lange Haare aus dem Gesicht, versinke in ihren dunklen Augen. Meine Finger wandern über ihre Wangen, ihren Hals. Ich spiele mit ihren Ohren. Unsere Lippen nähern sich an. Der erste sanfte Kontakt. Wie ich mich jedesmal wieder auf diesen Moment freue! Weiche, warme Lippen. Meine necken ihre. Ihr leicht geöffneter Mund wartet. Zungen berühren sich, leicht, flüchtig, dann immer heftiger. Aus dem ersten sanften Treffen der Lippen wird ein heftiges geknutsche. Wie ich das liebe! Wie ich mich immer wieder freue, die sich beim Küssen immer stärker fließenden Energien unsere Körper gegenseitig anziehend machen.

Wir landen auf dem Bett. Wild knutschend wandern meine Hände hinunter zwischen ihre Beine. Ihr Körper bäumt sich bei der ersten Berührung schon auf, jetzt gibt es kein Halten mehr…

Eigentlich schade, dass die Zeit umso schneller vergeht, je gefühlvoller unser Zusammensein ist. Und traurig, weil nicht klar ist, wenn wir uns wieder sehen können. Das muss sie mir angesehen haben, weil Amelie schaute mich beim Abschied an und sagte: „Lächle!“

Voller guter Gefühle habe ich das Treffen innerlich nachklingen lassen.

Ich schrieb ihr folgende Nachricht:

Lächle!

Ein Lächeln, das ich in mir trage, wenn ich Dich loslassen muss.
Zum Gehen.
Man sieht es nicht.
Doch die Zeit mit Dir hat mich mit Lächeln gefüllt.
Für Stunden. Für Tage!
Dankbarkeit ist die große Schwester des Lächelns.
Ich hoffe, Du kannst meine spüren.
Auch wenn Du das Lächeln nicht siehst, es ist in mir. So, wie meine Dankbarkeit!
Ich bin froh, dass es Dich gibt, liebe Amelie!
Und hoffe, dass Du mein Lächeln noch lange aufladen magst…

Voller guter Gefühle ☺️ Dein Raphael

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